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Parodontitis und Karies sind die Hauptgründe für Zahnverlust Zahnerhalt im Alter große Herausforderung
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Trotz der enormen Präventionserfolge der letzten zwei Jahrzehnte bleiben Karies und Parodontitis die Hauptgründe für den Verlust von Zähnen bei Erwachsenen. Das ist das Ergebnis einer Stichprobenuntersuchung auf Basis von 12.000 Beobachtungsfällen bei 600 Zahnärzten, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Kooperation mit der Zahnklinik Jena veröffentlicht hat.

Die Zahl der jährlichen Extraktionen ist deutlich zurückgegangen: von über 16 Mio. Anfang der neunziger Jahre auf ca. 13,4 Mio. im Jahr 2009 in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dennoch bleiben Karies bei 29,7 Prozent und Parodontitis bei 28,5 Prozent aller Fälle ursächlich für die Extraktion. Ab Mitte 40 nehmen die Zahnverluste deutlich zu und erreichen bei den 66- bis 70-Jährigen einen Höhepunkt. Mit zunehmendem Lebensalter ist Parodontitis der Hauptgrund für Zahnverlust .

Der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, schlussfolgert aus der Studie: "Die Zahnverluste häufen sich im höheren Lebensalter und haben besondere, altersassoziierte Ursachen. Das zeigt, dass wir im Zuge der demografischen Veränderungen mehr Augenmerk auf die Alterszahnmedizin und die Versorgung älterer Menschen legen müssen. Unser Ziel ist, bei der Mehrheit der Patienten die eigenen Zähne möglichst vollständig bis ans Lebensende zu erhalten."

Auch der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich, sieht Handlungsbedarf: "Wir brauchen mehr Prävention und besondere Versorgungsansätze für ältere Patienten, insbesondere für jene, die zur persönlichen Mundhygiene oder zum Gang in die Zahnarztpraxis nicht mehr in der Lage sind. Gleichzeitig muss stärker über Ursachen und Folgen von Parodontalerkrankungen aufgeklärt werden, um Zahnverluste als auch die Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit zukünftig noch besser verhindern zu können."

Die aktuelle IDZ-Studie "Ursachen des Zahnverlustes in Deutschland" steht unter www.idz-koeln.de zum Download bereit.

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Der aktuell vorliegende Referentenentwurf zur GOZ ist für Zahnärzte von immenser wirtschaftlicher Bedeutung. Bislang wurde publiziert, dass er für die Zahnärzte mit einem Plus von 6 Prozent verbunden sei. Die ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG (ZA) aus Düsseldorf hat diese Aussage statistisch überprüft.
Von den Rechnungen, die die ZA 2010 online erreichten, wurden 300 000 Privat-Rechnungen als Datenbasis herangezogen. Sie wurden auf der Grundlage des Referentenentwurfs neu berechnet. Damit sind die ZA-Auswertungen aktueller und fußen auf einer dreimal größeren Datenmenge als die bisher vorliegenden Statistiken. Die Aussagekraft der ZA-Berechnungen ist daher sehr hoch.

 

Zahnärztliche-Abrechnungsgenossenschaft-Statistik belegt, dass die Umsetzung des GOZ-Referentenentwurfs für die Zahnärzte einen Honorarverlust von 4,5 Prozent bedeutet.

Von den Rechnungen, die die ZA 2010 online erreichten, wurden 300 000 Privat-Rechnungen als Datenbasis herangezogen. Sie wurden auf der Grundlage des Referentenentwurfs neu berechnet. Damit sind die ZA-Auswertungen aktueller und fußen auf einer dreimal größeren Datenmenge als die bisher vorliegenden Statistiken. Die Aussagekraft der ZA-Berechnungen ist daher sehr hoch.

Im Rahmen der Anhörung im Bundesgesundheitsministerium zur GOZ-Novellierung hat die ZA die Ergebnisse präsentiert:

Beim Vergleich von GOZ88 und Referentenentwurf wurde zunächst jeweils der Faktor 2,3 zugrunde gelegt. Summiert über alle Leistungsbereiche ergibt sich ein moderater Honorarzuwachs von 3,2 Prozent.

Nach dem Willen des Gesetzgebers soll aber eben dieser Faktor von 2,3 in Zukunft Standard sein. Bei höheren Gebührensätzen gilt eine verschärfte Begründungspflicht. Damit wird die Möglichkeit, höhere Honorare zu erzielen, erschwert.

Bei näherem Hinsehen sind dadurch Honorareinbußen zu erwarten: Vergleicht man das bisherige Durchschnittshonorar mit den künftigen Standardhono-raren, so ergibt sich ein Einkommensverlust von 4,5 Prozent.

Besonders ungünstig für die Zahnärzte wirken sich dabei die schlechten Bewertungen der Kompositrestaurationen aus. Sie liegen in dem Referentenentwurf (Nr. 2060, 2080, 2100, 2120) bis zu 46 Prozent unter den analog berechneten Inlaypositionen 215 bis 217 zum 2,3fachen Satz.

Da diese Leistungen in den Praxen besonders häufig erbracht werden, ist der finanzielle Verlust entsprechend groß: Nach der ZA-Statistik waren über 90 Prozent der abgerechneten Inlaypositionen tatsächlich Kompositrestaurationen.

Fazit:
Die aktuellen und statistisch gesicherten ZA-Daten zeigen, dass sich die postulierten 6 Prozent Honorarsteigerung nicht einstellen werden. Vielmehr ist mit einem Honorarverlust von 4,5 Prozent zu rechnen.

Dr. med. dent. Daniel von Lennep, Vorstand der ZA eG erläutert die Ergebnisse: „Daraus ergibt sich angesichts von 23 Jahren Honorarstillstand eine große Spannweite für dringend erforderliche Nachbesserungen. Unsere Statistiken verschaffen den GOZ-Verhandlungsführern Munition für ihre Argumentation gegenüber dem Ministerium.“

Weitere Informationen:
ZA - Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG
Dr. Susanne Woitzik
Telefon: 02 11 / 56 93-223
Telefax: 02 11 / 56 93-294
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können  

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dass heutzutage hauptsächlich zweigeteilte Implantate eingesetzt werden, bei denen der Implantatkörper mit ausgewählten Aufbauteilen (Abutments) für die entsprechende Aufgabe (Fixieren einer Prothese, oder einer Krone) in Funktion gebracht werden? Solche Abutments können  -falls notwendig- ausgetauscht werden. Es gibt aber auch einteilige Implantatformen, bei denen der Aufbau und damit das Funktionselemen bereits integriert ist. Solche einteiligen Implantaten gibt es typischerweise als Kugelkopfimplantate (zur Prothesenverankerung) oder als Pfosten für die Zementierung von Kronen.
Hier finden Sie mehr Infos zum Design von Implantaten .
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Zahnarztbewertungsportale im Internet: verlässlich oder kommerziell?
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Bundeszahnärztekammer und Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin publizieren Kriterienkatalog zu Anforderungen an Online-Portale
Berlin, 24.05.2011 - Online-Bewertungen von Medizinern nehmen an Bedeutung zu. Deshalb haben Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Qualitätskriterien für Online-Portale definiert. n den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Arztbewertungsportale etabliert, die sich quantitativ und qualitativ stark unterscheiden. Mit wenigen Ausnahmen sind diese Portale kaum in der Lage, Patienten Hilfestellung bei der Suche nach einer guten Praxis oder Klinik zu geben. „Häufig stehen kommerzielle Interessen der Betreiber oder
eher subjektive Faktoren als harte Fakten bei der Bewertung im Vordergrund“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich. „Vor der Frage, wo finde ich einen guten Arzt, steht heute oft die Frage: wie finde ich ein verlässliches Portal? Wichtiger ist es deshalb, allgemein gültige Qualitätsstandards für die Online-Bewertung zu entwickeln. Das Einhalten dieser Standards soll für den Patienten die Verlässlichkeit der angebotenen Information gewährleisten“, so Oesterreich weiter. Patienten benötigen zur Mitwirkung im Gesundheitssystem zuverlässige und verständliche Informationen. Nur gut informierte Patienten können ihr Recht auf freie Arztwahl gezielt nutzen.

Bundeszahnärztekammer und ÄZQ haben die Broschüre „Gute Praxis, Zahnarztbewertungsportale. Qualitätsanforderungen für Zahnarztbewertungsportale“ herausgegeben. Die Druckschrift richtet sich an Anbieter und Nutzer von Bewertungsportalen. Patienten können an Hand der formulierten Kriterien die Qualität eines Angebotes prüfen. Entwicklern und Betreibern von Online-Portalen hilft der Katalog, ihr Angebot zu optimieren. „Damit wurde ein wichtiger Beitrag für die Qualitätssicherung im Interesse der Patienten geleistet. Verlässliche Angebote im Netz können mit dieser Checkliste leichter identifiziert werden“, so Prof. Günter Ollenschläger, Leiter des ÄZQ.

Der Kriterienkatalog „Gute Praxis, Zahnarztbewertungsportale“ ist online eingestellt unter www.bzaek.de. Die Qualitätsanforderungen für Arzt- und Zahnarztbewertungsportale sind auch beim ÄZQ abrufbar:  www.arztbewertungsportale.de

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Tabakkonsum als unterschätzte Gefahr im Mundraum: Wer aufhört belohnt sich selbst
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Berlin, 27.05.2011. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai erinnert die Bundeszahnärztekammer an die zu oft unterschätzte Gefahr oraler Tumorerkrankungen sowie gravierender Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen durch regelmäßiges Rauchen.

„Die Mundhöhle ist die erste Eintrittspforte der Schadstoffe beim Rauchen. Für Raucher besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen an Lippen, Zunge, den Speicheldrüsen, im Mundraum und im Rachen. Raucher erkranken bis zu sechsmal häufiger an bösartigen Neubildungen in Mund und Rachen als Nichtraucher“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich. „Krebserkrankungen im Mundraum sind besonders lebensbedrohlich. Im Jahr 2008 war Krebs in Mundhöhle und Rachen bei Männern in Deutschland die sechsthäufigste Ursache für einen Krebstod.“

Darüber hinaus sind unmittelbare Auswirkungen des Rauchens für den Patienten z.B. Zahnbetterkrankungen (Parodontitis), Karies und Wurzelkaries sowie vorzeitiger Zahnverlust als Folge des Abbaus des Zahnhalteapparates. Mehr als 70 Prozent der an einer schweren Parodontitis leidenden Patienten sind Raucher. Die schlechtere Wundheilung bei Rauchern verkompliziert zudem kieferchirurgische Eingriffe.

Trotz leichter Rückgänge bleibt Rauchen eines der größten gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung. Deshalb klärt die Bundeszahnärztekammer seit Jahren intensiv zum Thema auf und hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) die Broschüre “Rauchen und Mundgesundheit“ herausgegeben. Diese zeigt die vielfältigen Auswirkungen des Rauchens auf die Mundhöhle und empfiehlt den Zahnarzt als Partner bei der Tabakentwöhnung. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Broschüre, die sich so umfangreich mit dem Thema Rauchen und Mundgesundheit befasst. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird es demnächst  Aufklärungsmaterial für Patienten in den Zahnarztpraxen geben. „Ein Rauchstopp lohnt sich - und der Zahnarzt kann dabei helfen. Langfristig belohnt sich jeder ehemalige Raucher damit selbst“, so Oesterreich.

Die Broschüre “Rauchen und Mundgesundheit“ ist online abrufbar unter
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/presse/band13dkfz.pdf 

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Rauchen schädigt nicht nur Lunge, Herz und Blutgefäße, sondern auch Zähne und Zahnfleisch. »Dies macht Rauchen zu einem Risikofaktor nicht nur für frühen Zahnverlust, sondern kann auch den Erfolg einer Versorgung mit Zahnimplantaten beeinträchtigen«, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Implantologie anlässlich des Welt-Nichtrauchertages am morgigen 31. Mai. Eine Fülle wissenschaftlicher Studien belegt, dass Rauchen den Erfolg einer Implantatbehandlung beeinträchtigen kann. So berichtete jetzt beispielsweise eine Forschergruppe um Professor Marco Esposito von der Universität Manchester (UK), dass Raucher binnen fünf Jahren nach einer Implantatbehandlung doppelt so viele Implantate verlieren wie Nichtraucher.

Die Wissenschaftler hatten dazu über 1500 Implantat-Patienten, 1100 Nichtraucher und 549 Raucher, untersucht. Wie sie in der aktuellen Ausgabe des European Journal of Oral Implantology schreiben, betrug die Verlustquote nach fünf Jahren bei Nichtrauchern 2,9 Prozent und bei Rauchern 5,5 Prozent. Andere Studien zeigen eine Verlustrate bei Rauchern von zehn Prozent binnen zehn Jahren.

»Rauchen fördert Entzündungsprozesse im Mund und erschwert die Wundheilung«, erklärt Prof. Dr. Hendrik Terheyden, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie und Chefarzt der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel. Die Schadstoffe im Tabakrauch steigern das Risiko von Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) um das zwei bis sechsfache und können Komplikationen bei der Einheilung eines Implantats verursachen. »Nikotin verengt die Blutgefäße und verschlechtert so die Blutversorgung im Zahnfleisch«, sagt Terheyden. »Dies beeinträchtigt die Wundheilung nach einer Implantation und die Einheilung von Knochengewebe, wenn ein geschrumpfter Kieferknochen vor einer Implantation zunächst aufgebaut werden muss.«

Raucher bleiben Risikopatienten. Auch wenn das Implantat einheilt, bleiben Raucher Risikopatienten. Bei ihnen diagnostizieren die Ärzte häufiger eine so genannte Periimplantitis, eine Entzündung des Gewebes um das Implantat herum. Kann diese nicht gestoppt werden, ist der Verlust der künstlichen Zahnwurzel unausweichlich.

„Bei Rauchern ist die Implantatbehandlung zwar grundsätzlich möglich, wir müssen die Patienten jedoch stets auf das erhöhte Verlustrisiko aufmerksam machen“, betont Terheyden.

Tipps für Patienten. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie hat jedoch auch eine gute Nachricht für Raucher: Wer eine Woche vor einer Implantatbehandlung mit dem Rauchen aufhört und nach der Operation acht Wochen lang auf den Glimmstengel verzichtet, kann sich über Einheilraten freuen, die mit jenen von Nichtrauchern vergleichbar sind. »Nach dieser Zeit sind Patienten auch auf einem guten Weg zum Nichtraucher«, sagt Professor Terheyden. Wer dennoch wieder rückfällig wird, sollte seinen Tabakkonsum unbedingt auf fünf Zigaretten pro Tag beschränken. Hinzu kommen muss eine engmaschige Überwachung der Mundgesundheit im Drei-Monats-Rhythmus, damit Komplikationen frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Hierzu auch das implantate.com-Wiki  "Rauchen und Zahnimplantate".

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Berlin, 20.06.2011 - Jede Patientin und jeder Patient in Deutschland hat einen Anspruch auf eine bezahlbare und qualitativ hochwertige Zahnmedizin – egal ob privat oder gesetzlich versichert. Das, so der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Dr. Peter Engel und der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) Dr. Jürgen Fedderwitz, ist und bleibt Leitlinie des Berufsstandes der Zahnärzte in Deutschland und gleichzeitig das Ziel des aktuellen Referentenentwurfs für eine Novellierung der GOZ aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG). Dass eine seit 23 Jahren dringend notwendige GOZ-Novelle mit kassenseitigem Säbelrasseln begleitet wird – so Engel und Fedderwitz weiter – sei ein „regelmäßig wiederkehrendes Ritual der Kostenträger, mit dem zu rechnen war.“ Die aktuellen „Rechenbeispiele“ der GKV, die eine „Kostenexplosion“ für Kassen und Patienten suggerieren, verlassen jedoch – so die beiden Zahnmediziner – den Boden der Realität und stellen eine ernsthafte Gefährdung der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland dar.

Die finanziellen Folgen einer GOZ-Novelle wurden laut Engel im Vorfeld neutral und seriös evaluiert. So geht eine vom BMG in Auftrag gegebene Studie des renommierten BASYS-Instituts von einer finanziellen Mehrbelastung von Privathaushalten von lediglich 2,05 Euro aus – pro Jahr und Patient! „Vor diesem Hintergrund sind merkliche Auswirkungen auf das Preisniveau nicht zu erwarten“, schlussfolgert dementsprechend auch das BMG in seiner Stellungnahme zur GOZ-Novelle.

Die Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung übte heftige Kritik an den Krankenkassen. Ihr Vorstandsvorsitzender, Dr. Jürgen Fedderwitz, sagte: "Das ist ein durchsichtiges Manöver, mit dem die Kassen versuchen, die dringend benötigte neue Gebührenordnung zu hintertreiben. Für GKV-Leistungen wie zum Beispiel Vollgusskronen ist die GOZ überhaupt nicht maßgeblich."

Selbst da, wo gesetzliche Krankenversicherte private Leistungen in Anspruch
nehmen, wird es keine dramatischen Kostensteigerungen geben: Der so genannte Punktwert, mit dem einzelne zahnärztliche Leistungen in der GOZ bewertet werden, ist –  nach 23 Jahren Nullrunde seit der letzten GOZ-Novelle – nicht verändert. Damit bleiben die meisten Leistungsbewertungen ohnehin auch in der neuen Gebührenordnung unverändert.

Das Abrechnungsverhalten der Zahnärzte ist und bleibt auch beim Zahnersatz sehr moderat und wurde nie – wie GKV-seitig behauptet – in irgendeiner Form „missbraucht“, in dem grundsätzlich Maximalwerte – etwa über so genannte mögliche Steigerungsfaktoren – gewählt werden. Fakt ist vielmehr: Die Zahnärzte können die Steigerungsfaktoren nicht willkürlich festlegen, sondern nur anhand der Schwierigkeit des Behandlungsfalles. Gut 75 Prozent der zahnärztlichen Leistungen werden in der Realität von den Zahnärzten als einfacher oder durchschnittlich schwieriger Fall berechnet. Das belegen Untersuchungen zum Umgang mit dem 2005 eingeführten Festzuschusssystem.

Wer – wie aktuell die GKV – gegen Fakten aus der zahnmedizinischen Realität “Zahlenwildwuchs“ über die Medien produziert, handelt nicht nur unseriös, sondern verunsichert Bürgerinnen und Bürger. „Im ungünstigsten Fall“, so Dr. Fedderwitz, „entscheiden sich Patienten aus falscher Furcht vor Mehrkosten gegen notwendige Zahnarztbesuche und –behandlungen. Das ist ein unverantwortlicher, falscher Alarm.“ Laut dem Präsidenten der BZÄK Dr. Engel betreibt die GKV aktuell „finanziell motivierte Patientenverunsicherung pur“. Eine mit einer modernen GOZ realisierbare, präventiv orientierte Zahnmedizin auf hohem Niveau für alle Bürgerinnen und Bürger – egal ob PKV oder GKV versichert – wird so ad absurdum geführt“, so Engel.

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implantate.com ständig wissenschaftlich überprüft und aktualisiert wird, und eigene, anerkannte Stellungnahmen verfasst, die wichtige Informationsbereiche der Zahnheilkunde, wie Zahntourismus und Zahnzusatzversicherungen umfassen?
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Ein Modellprojekt ist am 27. Juni 2011 in Berlin gestartet: Unter dem Motto „Saubere Dritte in der Pflege“ haben sich Zahnärztekammer Berlin, Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin und die nach dem Qualitätssicherungskonzept QS-Dental geprüften Berliner Dentallabore der Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg  zusammengeschlossen, um auf einen wachsenden Missstand aufmerksam zu machen: Einerseits ermöglichen fortschreitende Innovationen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde immer mehr Menschen auch in hohem Alter und bei eingeschränkten körperlichen bzw. mentalen Fähigkeiten eine gesunde, ausgewogene Ernährung und auch die Teilnahme an der Gemeinschaft.

Andererseits stehen aufgrund struktureller Probleme immer weniger Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung für die zahn/gesundheitliche Betreuung von hilfebedürftigen Mitbürgern in der stationären Pflege. Die Pflegezeiten reichen meist nicht aus, die Zähne und den Zahnersatz ausreichend intensiv zu reinigen. Eine professionelle Zahn- und Prothesenreinigung ist, wie bei den gesunden Menschen, auch bei Pflegebedürftigen in regelmäßigen Abständen notwendig. Genau dies aber wird von den bestehenden Strukturen behindert

Betroffen ist keine kleine Gruppe der Bevölkerung: Allein in Berlin leben über 27.000 Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen, eine Anzahl so groß wie die Bevölkerung einer ganzen Kleinstadt. Bundesweit sind es über 800.000 –  rund 200.000 Menschen mehr als Frankfurt/Main Einwohner hat und 300.000 mehr als Hannover oder Stuttgart. Für die zahnärztliche Betreuung dieser Menschen gibt es derzeit keine geregelte Versorgungsgrundlage. Zahnärztliche Einzel-Initiativen und Projekte versuchen bisher als vorübergehende Modellangebote auf rein ehrenamtlicher Basis die größten Nöte zu beheben. Die schon als dramatisch zu bezeichnende Steigung der Gesamtzahl der in Pflegeheimen lebenden Bevölkerungskreise erfordert allerdings dringlichst eine Antwort des Gesetzgebers. Auf die Notwendigkeit einer solchen Regelung weist das Berliner Modellprojekt hin, das alle Berliner Bezirke einschließt. Die Ergebnisse des Modellprojektes werden am 27. September 2011 im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.

Zahngesundheit, Allgemeingesundheit und das Berliner Modellprojekt

Die Zusammenhänge Allgemeingesundheit und bakterielle Belastung im Mund sind inzwischen auch in der Medizin bekannt und treffen pflegebedürftige Menschen ganz besonders. Um auf die kritische Situation dieser Mitbürger in ganz Deutschland aufmerksam zu machen, startet nun in der Hauptstadt Berlin ein Modellprojekt unter dem Motto „Saubere Dritte in der Pflege“. In allen Berliner Stadtbezirken wird in Zusammenarbeit mit einer für das Modellprojekt ausgewählten Pflege-Einrichtung Zahnersatz der Pflegebedürftigen von Projekt-Zahnärzten entgegengenommen und überprüft, und an die am Projekt beteiligten qualitätsgeprüften zahntechnischen Labore weitergegeben und dort  professionell gereinigt. Anschließend werden in Absprache mit der Pflegeeinrichtung die Prothesen von den Zahnärzten den Pflege-Patienten wieder eingesetzt. Alle Zahnärzte und zahntechnischen Labore unterstützen die Aktion rein ehrenamtlich und verzichten auf eine Honorierung Ihrer Leistungen. Das Projekt endet Mitte September 2011, die Erfahrungen werden ausgewertet und bei einer Abschlussveranstaltung in  Zeitnähe zum bundesweiten „Tag der Zahngesundheit“ in Berlin präsentiert.

 
Über die Aktionspartner

„Wir sind von der Berliner Gruppe der QS-Dental geprüften zahntechnischen Innungsbetriebe der AMZ Allianz für Meisterliche Zahntechnik angesprochen worden, ob wir als Zahnärztekammer Berlin uns ein gemeinsames Engagementvorstellen können – und haben nach Prüfung der Umstände unsere Beteiligung sehr gern zugesagt“, so Dr. Helmut Kesler, im Vorstand der Zahnärztekammer zuständig für dieses Modellprojekt. Dies sei ein weiterer und hinsichtlich der Optimierung der Rahmenbedingungen sogar immens wichtiger Baustein in den vielfältigen Maßnahmen der Zahnärztekammer Berlin zur Verbesserung der mundgesundheitlichen Situation von Menschen mit Behinderungen bzw. geriatrischen Problemen sowie in Pflegeheimen.

Grund für Initiative der Zahntechniker sind die eigenen Erfahrungen: „Viele der hier lebenden Senioren benötigen in Fragen ihrer Mundgesundheit äußerst spezielle Zuwendung und Unterstützung. Das Motiv der beteiligten Zahntechnikermeister für diese unentgeltliche, wichtige Präventionsleistung sind gemeinsames bürgerschaftliches Engagement und tätige Verantwortung zum Wohle der Bewohner der Senioreneinrichtungen“, so ZTM Rainer Struck, Landesinnungsmeister der Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg

Entwickelt wurde das Modellprojekt nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ina Nitschke, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin. „In den nächsten Jahren werden immer mehr Menschen ihren Lebensabend in Pflege-Einrichtungen verbringen. Schon heute ist die zahnmedizinische Betreuung dieses Patientenkreises ein Stiefkind von Gesundheits- und Sozialpolitik“, so Professorin Nitschke. „Es ist würdelos, wie unsere Gesellschaft mit ihren pflegebedürftigen Mitgliedern umgeht. Wir erhoffen uns auch mit dieser Aktion ein Bewusstwerden über die sich verschärfende Situation und ein Umdenken in den zuständigen Bereichen der Politik.“

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AOK kündigt Zusammenarbeit bei der Zusatzversicherung mit der DKV
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Bereits 2008 konnten die Versicherten bei der AOK als erste Kasse zusätzliche Wahltarife nutzen. Seit 2009 hatte die AOK Zusatzversicherungstarife für Brillen oder Zahnersatz bei privaten Kooperationspartnern u.a. bei der DKV mit im Portefeuil. Nun kündigt die AOK Rheinland/Hamburg  die Zusammenarbeit mit der DKV bei Zusatzversicherungen auf. Zum Jahresende soll das bestehende Vertragsverhältnis beendet werden. Allerdings handelt es sich nicht um einen wesentlich Anteil in diesem Geschäftsbereich, da die AOK selbst den überwiegenden Teil der Zusatzversicherungen, der den AOK-Versicherten angeboten wird, selbst übernimmt. Der Anteil DKV-Zusatzversicherungen sei gering, lautet die Stellungnahme von AOK-Chef Wilfried Jacobs.

In der Ärzte Zeitung hatte sich Jacobs geäussert, dass die „aktuelle und zu erwartende Geschäftspolitik“ der DKV nicht mit den Überlegungen der AOK  übereinkomme. Eine nähere Erläuterung wollte der AOK-Chef auf Nachfrage jedoch nicht geben.

Mehr zum Thema Zahnzusatzversicherungen .

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 10. Juli 2011 )
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