Patientennews

Bundeszahnärztekammer (BZÄK) will mit der Agneda 2013 die zahnmedizinische Versorgung in ...

Deutschland hat eine zahnmedizinische Versorgung auf hohem Niveau, insbesondere im Bereich der Prävention gibt es deutliche Erfolge. Grund hierfür ist u. a. das duale Krankenversicherungssystem aus GKV und PKV. Damit das so bleibt, muss die Gesundheitspolitik die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, um das duale Krankenversicherungssystem systematisch zu reformieren.

Denn der demografische Wandel stellt die zahnmedizinische Versorgung vor immense Herausforderungen. Zusätzlich müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, die Freiberuflichkeit der Zahnärzteschaft stärker zu fördern und zu erhalten. Die Ausübung des zahnärztlichen Heilberufs in Selbstverantwortung ist und bleibt Garant für eine professionelle Zahnmedizin und ein intaktes Zahnarzt-Patientenverhältnis.

Die Bundeszahnärztekammer hat mit ihrer „Gesundheitspolitischen Agenda 2013“, die auf der kommenden Vorstandsitzung Anfang März verabschiedet wird, diesbezüglich Ziele formuliert. Im Vorfeld der Bundestagswahlen 2013 wird sie mit allen Parteien in einen sachlichen und fachbezogenen Dialog treten. Unser Gesundheitssystem soll für die nächsten Jahre und Jahrzehnte zukunftsfest werden, damit weiterhin jeder Patient Zugang zu einer hochwertigen zahnmedizinischen Versorgung hat.

Die Forderungen im Einzelnen:
1. Marktwirtschaft statt Planwirtschaft: Duales System aus PKV und GKV reformieren – Wettbewerb und Qualität erhalten

2. Patienten in den Mittelpunkt stellen: Patientenrechte stärken –Bürokratielasten verringern

3. Demografischen Wandel gestalten: Flächendeckende Versorgung sichern – auch für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen

4. Mehr Prävention: Für Kinder unter drei Jahren – für Menschen mit Migrationshintergrund

5. Unterstützen und fördern: Soziales Engagement der Zahnärzteschaft – vor der eigenen Haustür und weltweit

6. Qualität fördern: Approbationsordnung novellieren - Versorgungsforschung ausbauen

7. Junge Zahnmediziner: Ausbildung attraktiv gestalten – Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern

8. Europapolitik: Hohes Qualifikationsniveau sichern - Zahnärztliche Freiberuflichkeit erhalten

9. Freiberuflichkeit: Selbstverwaltung stärken – Reglementierungen vermeiden

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Amerikanische Behörden erteilen OsteoFab die Zulassung für Knochenersatz aus Kunststoff

Amerikanische Behörden erteilen OsteoFab die Zulassung für Knochenersatz aus Kunststoff
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Der Hersteller Oxford Performance Materials (OPM) hat die Genehmigung seines OsteoFab Materials für Implantate durch die US Food and Drug Administration, kurz FDA erhalten. Die amerikanische Bundesbehörde ermöglicht damit den
medizinischen Einsatz bei Menschen. OPM setzt beim OsteoFab auf hochbiokompatiblen Kunststoff aus PEKK  (Polyetherketonketon), welcher mithilfe der Plottertechnologie additiv zu jeder Struktur ausgeformt werden kann. Einsatzgebiet  von OsteoFab wird die Rekonstruktion größerer Knochendefekt im Sinne Knochenersatz-Implantaten sein. Z.B. von Schädeldefekten nach Unfällen. Vorteile des PEEK liegen in der hohen Biokompatibilität, der ähnlichen Materialeigenschaften wie realer Knochen und der neutralen Darstellung bei der Röntgendiadnostik. Letzter Punkt dürfte ein wichtiger Vorteil gegenüber sonst üblichen Knochenersatz-Implantaten aus Metallen sein. ...

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Zahnpasta im Test – Auf Fluorid kommt es an

Zahnpasta im Test – Auf Fluorid kommt es an
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Die Stiftung Warentest hat in einem aktuellen Test 20 Zahnpasten untersucht. Das Ergebnis: Die 17 Produkte, die Fluorid enthalten, schneiden mit dem Ergebnis „gut“ oder „sehr gut“ ab. Dazu äußert sich Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung: „Die Zahnärzteschaft begrüßt es sehr, dass die Stiftung Warentest sich so intensiv mit dem wichtigsten aller Zahnpflegeprodukte beschäftigt. Und auch über die Ergebnisse freuen wir uns. Zum einen zeigen sie, dass gute Zahnpasta keine Frage des Geldes ist. Zum anderen macht der Test deutlich, wie wichtig Fluorid für die Härtung des Zahnschmelzes und die Kariesprävention ist.“ ...

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Krebs von Mundhöhle oder Rachen bei Männern die fünfthäufigste Krebsneuerkrankung

Krebs von Mundhöhle oder Rachen bei Männern die fünfthäufigste Krebsneuerkrankung
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Berlin, 04.02.2013 - Mundhöhlenkrebs ist eine lebensgefährliche Erkrankung – statistisch gesehen vor allem für Männer, darauf verweist die Bundeszahnärztekammer. Bei Männern stellte Krebs der Mundhöhle und des Rachens 2012 die fünfthäufigste und bei Frauen die 15-häufigste Krebsneuerkrankung dar.

Die Häufigkeit bösartiger Neubildungen ist bei Männern und Frauen unterschiedlich: 10.100 Neuerkrankungsfälle bei Männern und 3.800 bei Frauen wurden für 2012 prognostiziert. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei Männern zwischen 43 und 50 Prozent, bei Frauen zwischen 56 und 65 Prozent. Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind deshalb entscheidend.

„Bei einer zahnärztlichen Routineuntersuchung können Mundhöhlenkrebs oder dessen Vorstufen rechtzeitig entdeckt werden. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind somit gleichzeitig Krebsvorsorge“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel. „Bei der Prävention und Aufklärung zu lebensbedrohenden Krebserkrankungen arbeitet die Zahnärzteschaft zudem eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Fachwissenschaft zusammen.“

 
Hintergrund
Quelle/Zahlen: Statistisches Jahrbuch 2011/2012 der Bundeszahnärztekammer

Die Bundeszahnärztekammer hat in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft eine Patienteninformation zur Früherkennung des Mundhöhlenkrebses herausgegeben: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/pati/bzaekdgzmk/2_04_mundhoehlenkrebs_farbe.pdf

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50 Jahre Zahnärztekammer Berlin: Die Kammer feierte Geburtstag

50 Jahre Zahnärztekammer Berlin: Die Kammer feierte Geburtstag
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Ein Jubiläum am tatsächlichen Geburtstag zu feiern ist nicht oft möglich: Die Zahnärztekammer Berlin hatte das geschafft – und sich früh entschieden, die Festveranstaltung zum 50. Jubiläum nicht, wie meist üblich, auf ein Wochenende zu verschieben, sondern den Tag selbst zu nutzen. Dahinter stand die Überlegung, die Zahnärztekammer für ihre Mitglieder und die Repräsentanten aus Organisationen, mit denen die Kammerarbeit verbunden ist, zu öffnen und am Jubiläumstag zu persönlichen Gesprächen einzuladen – und zwar bewusst in eine beinah normale Arbeitsatmosphäre. Der zentrale Gedanke hinter dem Veranstaltungskonzept: Bei aller angemessenen Festlichkeit die Körperschaft als Dienstleisterin zwischen Praxis und Politik spürbar zu machen. Das Konzept prägte auch den Festabend: Deutlich wurde dabei, wie eingebunden die Berliner Zahnärzte über ihre Kammer in Gesellschaft, Behörden und weitere Organisationen in Berlin sind – und auch, wie viel Anerkennung ihre Leistungen finden, ein Punkt, der in der meist kritisch gestimmten Berliner Stadtpresse oft untergeht. Auch der anschließende glanzvolle Gala-Abend, ausgerichtet an einem attraktiven, aber nicht Nobel-Standort, war nicht als Prunkveranstaltung angelegt, sondern diente in fröhlich-festlichem Rahmen und begleitet von einem vielfältigen Bühnenprogramm vor allem der Vertiefung von Kontakten und der persönlichen Kommunikation.
 
Behörden-Vertreter zu Gast in der Kammer
Aus Anlass des Jubiläums hatte die Zahnärztekammer Repräsentanten der Aufsicht, der Berufsschulen und weiterer Institutionen, mit denen eine enge Zusammenarbeit besteht, zu einem Tag der offenen Tür in die Zahnärztekammer eingeladen. Viele der erschienenen Gäste kannten Gebäude und Referate bisher nicht und nutzten die Zeit für ein intensiveres Kennenlernen, für viele vertiefende Fragen und regen Erfahrungsaustausch. Welche Erwartungshaltung die Gäste an „die Zahnärztekammer“ hatten, ist zwar nicht bekannt – es wurde aber spürbar, dass die weitgehend normale Büroatmosphäre unter teilweise auch beengten Raumverhältnissen keine distanzierten „Neidgefühle“ aufkommen ließen. Vor allem das ZFA-Referat war gefragt, das von Mitarbeitern der Arbeitsagentur und den Berufsschulen sowie Kammermitgliedern rege besucht wurde.
 
Festakt: Anerkennung der Kammer-Leistungen
Der abendliche Festakt zum Jubiläum startete mit einer audiovisuellen „Zeitreise“ von 1962 bis 2012. Berlins Kammerpräsident Dr. Wolfgang Schmiedel konnte zu dieser stimmungsvollen Veranstaltung vielfältige Wegbegleiter der Körperschaft willkommen heißen. Neben dem geschäftsführenden Vorstand der Bundeszahnärztekammer, vielen Landeszahnärztekammer-Präsidenten und weiteren Ehrengästen aus Politik und Heilberufekammern begrüßte er auch eine Vielzahl Berliner Zahnärzte, die sich in den letzten fünf Jahrzehnten für die Berliner Zahnärztekammer engagiert haben, unter ihnen Dr. Helga Lorentz, Teilnehmerin an der konstituierenden Delegiertenversammlung 1962 und damit Zeitzeugin der Gründung der Zahnärztekammer Berlin. In seiner Festansprache zeichnete Dr. Schmiedel den Gästen ein vielschichtiges Bild über die heutige Bedeutung der Zahnärztekammer für den Berufsstand und das Gemeinwohl – und durfte von Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja in dessen Grußwort mitnehmen, dass dieser Einsatz der Berliner Zahnärzte und ihrer Kammer durchaus wahrgenommen und hoch geschätzt wird. Senator Czaja begrüßte insbesondere das soziale Engagement und verwies auf die demografische Entwicklung, deren erfolgreiche Bewältigung die Unterstützung der Zahnärzte und ihrer Selbstverwaltung benötige.
Auch BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel gratulierte der Kammer zum Jubiläum. Sie sei mit ihren 50 Jahren „in einem Alter vollster Schaffenskraft!“ Dr. Engel betonte entschieden die Bedeutung der Freiberuflichkeit und warnte vor politischen Eingriffen: „Ethik wird oft bemüht, um die Töpfe der Zahnärzte noch weiter auszuschöpfen!“ Die Selbstverwaltung schütze die Kollegenschaft und sei umso erfolgreicher, je mehr der Berufsstand „Know How und Vertrauen in die Zukunft“ zeige. ...

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Bündnis für Implantatgesundheit wächst weiter

Mit Beginn des IDS-Jahres 2013 unterstützen weitere Partner die Arbeit des Aktionsbündnisses gesundes Implantat (ehemals Aktionsbündnis gegen Periimplantitis), in dem damit bereits elf Organisationen aktiv sind. Im Rahmen der Internationalen Dental-Schau (IDS, 12.-16.03.2013, Köln) wird das Bündnis unter anderem eine Fachdiskussion zum Stellenwert der Prophylaxe an Implantaten realisieren, den innovativen ImplantatPass für Sicherheit & Pflege einführen sowie neue Informations- und Aufklärungsmaterialien zur Patientenmotivation verbreiten. „Der Weltmarktführer bei dentalen bildgebenden Systemen Carestream Dental unterstützt das Aktionsbündnis gesundes Implantat im Bereich der nachhaltigen Implantat-Planung. Bredent medical bringt sein Fachwissen zur Behandlung von periimplantären Entzündungen mit der minimalinvasiven, photodynamischen HELBO-Therapie ins Bündnis ein“, stellt Kristin Jahn, Projektmanagerin des Aktionsbündnisses, die neuen Partner vor. Seit Ende 2012 arbeitet das Bündnis zudem mit dem Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e. V. (BDIZ EDI) zusammen. „Wir freuen uns sehr über die Unternehmen, Verbände, Verlage und Wissenschaftler, die sich hier gemeinsam für die Prävention periimplantärer Erkrankungen einsetzen und damit eine nachhaltige Implantologie wesentlich fördern“, erklärt Jan-Philipp Schmidt, Initiator und Geschäftsführer des Bündnisses.
Neue Materialien für die Patientenkommunikation auf der IDS erhältlich.

Eines der erfolgreichsten Projekte des Aktionsbündnisses im vergangenen Jahr war die Patientenbroschüre „Implantate brauchen Pflege“. Die nun auf zwölf Seiten erweiterte 3. Auflage der begehrten Broschüre kann ab dem 15. Februar beim Aktionsbündnis bestellt werden. Implantatpatienten finden hier Informationen zur Notwendigkeit der häuslichen und professionellen Implantatpflege sowie eine bebilderte Putzanleitung. Auf der IDS wird das Bündnis erstmals den „ImplantatPass für Sicherheit & Pflege“ präsentieren. Der handliche Pass informiert Patienten über ihre Implantate, enthält individuelle Pflegehinweise und die nächsten Kontrolltermine. „Der ImplantatPass und die Informationsbroschüre unterstützen zahnmedizinische Praxen bei einer strukturierten Betreuung ihrer Implantatpatienten“, erklärt Jan-Philipp Schmidt, und ergänzt: „Die große Nachfrage nach unseren Informationsmaterialien zeigt uns, dass wir hier eine wichtige Lücke schließen“.
Die Patientenbroschüre und der ImplantatPass liegen auf der IDS kostenfrei an den Messeständen von EMS Electro Medical Systems, GlaxoSmithKline, Carestream Dental, lege artis Pharma, Bredent medical, der Oemus Media AG, dem Deutschen Ärzte-Verlag und dem Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e. V. (BDIZ EDI) zur Mitnahme aus. Außerdem werden diese Materialien im Rahmen der IDS beim goDentis-Meet & Greet am 13. März von 16.00-20.00 Uhr im „HoteLux“ (fußläufig zur Kölnmesse) erhältlich sein.
Fachdiskussion auf der IDS

„Es ist ein zentrales Anliegen des Aktionsbündnisses, Meinungsbildner an einen Tisch zu holen und so die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Implantatprophylaxe zu fördern“, erklärt Kristin Jahn. Aus diesem Grund veranstaltet das Aktionsbündnis in Kooperation mit GlaxoSmithKline Consumer Healthcare auf der IDS am 13. März um 17:00 Uhr in der Speakers Corner (Halle 3.1, Stand J10/L19) eine Diskussionsrunde zum Stellenwert der Prophylaxe in der Implantologie. Experten aus den Fachgebieten der Parodontologie und Implantologie werden hier gemeinsam mit Vertretern aus Standespolitik und Industrie über Konzepte der Integration von Prophylaxekonzepten bei Implantatpatienten diskutieren. „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, diese Diskussion zu verfolgen. Ich erwarte spannende Argumente und Positionen“, so Kristin Jahn.
Über das Aktionsbündnis

Das Aktionsbündnis gegen Periimplantitis gründete sich im November 2011 als Initiative von Unternehmen, Wissenschaftlern, Verbänden und führenden Fachverlagen, um die Prophylaxe bei Implantatpatienten zu fördern – schließlich sind über 50 Prozent aller Implantate von Entzündungen bedroht (Lindhe J, Meyle J, 2008), die bis zum Verlust des Implantates führen können. Mit Informations- und Aufklärungsmaterialien, der Erarbeitung von Positionspapieren, der Unterstützung der ersten Mulitzenterstudie zur Prophylaxe periimplantärer Erkrankungen und dem Aufbau von starken Netzwerken setzt sich das Aktionsbündnis für die Prävention von periimplantären Erkrankungen durch Prophylaxe ein. 2013 hat sich das Bündnis in „Aktionsbündnis gesundes Implantat“ umbenannt und signalisiert damit noch stärker die Fokussierung auf die Prävention – für eine nachhaltige Implantologie und gesunde Implantate.

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Gründung von Zahnarztpraxen so teuer wie nie zuvor: wirtschaftliche und politische Freiräume ...

Gründung von Zahnarztpraxen so teuer wie nie zuvor: wirtschaftliche und politische Freiräume unverzichtbar
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In weiten Bereichen sind die Existenzgründungskosten für Zahnärztinnen und Zahnärzte im Jahr 2011 deutlich gestiegen. Dies zeigt der aktuelle InvestMonitor Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ). Trotz hoher Investitionskosten wagen bundesweit weiterhin viele Zahnärzte den Schritt in die Selbständigkeit und gewährleisten so eine qualitativ hochwertige und flächendeckend wohnortnahe Versorgung.
Ein zentrales Ergebnis des InvestMonitor Zahnarztpraxis ist, dass 2011 das durchschnittliche Finanzierungsvolumen einer Praxisneugründung in den alten Bundesländern mit 429.000 Euro auf einen neuen Höchstwert gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von etwa sieben Prozent. Demgegenüber sanken die Kosten für die Übernahme einer westdeutschen Einzelpraxis leicht um drei Prozent auf 299.000 Euro. Zahnärzte in den neuen Bundesländern mussten für eine Übernahme 198.000 Euro investieren  – und damit sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Zu den Kosten sagte Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV): „Im Vergleich zu anderen Facharztgruppen haben Zahnärzte auf dem Weg in die Selbständigkeit sehr hohe Investitionskosten. Damit sich dieses finanzielle Wagnis auszahlt, sind wir Zahnärzte als Freiberufler auf wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie unternehmerische Freiräume und Planungssicherheit angewiesen.“
Bei solch hohen Investitionen in die eigene Existenzgründung kommt der Standortwahl eine große Bedeutung zu. In den alten Bundesländern entschieden sich je ein Viertel der Existenzgründer für Großstädte oder eine Praxis auf dem Land. 20 Prozent wählten eine mittelgroße Stadt und 30 Prozent eine Kleinstadt. In den neuen Bundesländern ließen sich
42 Prozent in der Mittelstadt nieder, 26 beziehungsweise 27 Prozent gingen in die Kleinstadt oder aufs Land und fünf Prozent gründeten ihre Existenz in der Großstadt.
Dazu Dr. Fedderwitz: „Wir Zahnärzte sind nach wie vor bundesweit gut aufgestellt und sichern wohnortnah eine qualitativ hochwertige Versorgung. Patienten haben die freie Zahnarztwahl. Dies muss so bleiben, denn nur in einem freiheitlichen Gesundheitswesen ist ein partnerschaftliches Verhältnis von Patient und Zahnarzt gewährleistet. Die richtigen politischen Rahmenbedingungen sind daher für uns auch zukünftig unverzichtbar.“
Im InvestMonitor Zahnarztpraxis analysiert das IDZ gemeinsam mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank bereits seit 1984 die für die zahnärztliche Niederlassung notwendigen Investitionen. Die Studie mit vielen weiteren Informationen und Daten zum zahnärztlichen Investitionsverhalten kann kostenlos beim IDZ angefordert werden und steht als Download unter www.idz-koeln.de bereit. Träger des IDZ sind die KZBV und die Bundeszahnärztekammer. ...

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Zahnentzündungen und Herzinfarkte stehen in Verbindung

Zahnentzündungen und Herzinfarkte stehen in Verbindung
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1972/73 startete die groß angelegte Oslo-Studie mit dem Hauptziel, die statistische Krankheitserfassung sowie Erfolge der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufzuzeichnen. Als Teil dieser Originalstudie schlossen nun insgesamt 6.530 Männer im Alter zwischen 48 und 77 Jahren schlossen eine Gesundheits-Erhebung ab. 548 Männer berichteten dabei über einen Herzinfarkt. Als Kontrollgruppe dienten 625 zufällig ausgewählte Männer. Teil der Studie war das Befragen nach Zahnentfernungen. Wenn diese aufgrund von Parodontitis (Parodontose) oder Wurzelentzündungen durchgeführt wurden, wurden sie in der Gruppe der Zahnentzündungen zusammengefasst. Zahnextraktionen wegen  eines Unfalls oder  anderen Gründen bildeten die Gruppe der Extraktionen ohen Entzündung.  

Das Ergebnis war eindeutig:  Extraktionen, die aufgrund von dentalen Infektionen notwendig wurden konnten als signifikanten Risikofaktor für einen Myokardinfarkt sowohl in den Erhebungen  von 1972/73 als auch in der neuen Untersuchung  ausgemacht werden. Zahnentfernungen aus anderen Gründen hatte dagegen keine Korrelation mit Herzinfarkten.

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Worauf es bei Dentalmaterialien ankommt: Keramik sieht naturgetreu aus, Komposite müssen ...

Naturgetreu und schön. Körperverträglich. Lange haltbar. An Zähne und Zahnersatz richtet jeder ganz besondere Wünsche. „Das ist auch richtig so“, bestätigt das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ). „Die Materialien bleiben schließlich dauerhaft im Mund und beeinflussen beim Essen und Sprechen die Lebensqualität.“ Worauf Patienten bei der Wahl ihres Zahnersatzes achten können, wieso Zahnersatz aus Keramik von echten Zähnen fast nicht zu unterscheiden ist und welche Rolle Metalle und Kunststoffe spielen, erläutert KpZ-Experte Professor Jürgen Geis-Gerstorfer in diesem Beitrag. Von Vollkeramik bis Titan – welche Materialien wann verwendet werden, hängt von vielen Faktoren ab: vom Befund des Zahnarztes, vom Umfang der Versorgung, von den ästhetischen Ansprüchen und auch von den Kosten. „Zahnersatz wird zum Teil des Körpers. Und das über viele Jahre. Deshalb sollte jeder Patient seine Erwartungen klar formulieren, damit im Gespräch mit dem Zahnarzt die beste Lösung gefunden wird“, sagt Geis-Gerstorfer, der seit vielen Jahren Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des KpZ ist und an der Universität Tübingen die Sektion Medizinische Werkstoffkunde und Technologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde leitet. Auf eines können sich Patienten in jedem Fall verlassen: Materialien, die in deutschen Dentallaboren verwendet werden, sind alle CE- geprüft. Das bedeutet, die verwendeten Werkstoffe haben gesetzlich genau definierte Prüfungen durchlaufen. Entscheidend ist im Wesentlichen aber auch, dass sie im Meisterlabor fachgerecht verarbeitet werden.

Keramik: kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden

Geht es um Ästhetik, liegen moderne Vollkeramiken ganz vorne. Sie ahmen das natürliche Schimmern des Zahnschmelzes nach und sind von den eigenen Zähnen nur vom Fachmann zu unterscheiden. Gleichzeitig ist Vollkeramik biokompatibel, sie wird also vom Körper gut vertragen und ist auch für Allergiepatienten geeignet.
Besonders hochwertig ist die Zirkonoxid-Keramik. Ursprünglich in der Raumfahrtechnologie verwendet, hält Zirkonoxid heute auch starken Kaukräften im Mund stand: „Erprobte Fertigungsverfahren machen sie so stabil und belastbar, dass sie sogar nächtliches Zähneknirschen aushält. Deshalb ist sie auch für Kronen und kleinere Brücken im Backenzahnbereich verwendbar“, berichtet Professor Geis-Gerstorfer. Umfangreiche Tests bestätigen das. In den Laboren der Experten stehen dazu beispielsweise Kausimulatoren zur Verfügung, in denen eine Kaubewegung millionenfach nachgeahmt werden kann.
Pressedienst Zahnersatz aktuell – Ausgabe 12 / 2012 Kuratorium perfekter Zahnersatz – Alfred-Wegener-Str. 6 - 35039 Marburg - Dr. Karin Uphoff (verantwortlich) Tel.: 0 64 21 / 40 795 40 - Fax: 0 64 21 / 40 795 79 - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Kunststoffe: weniger stabil als Keramik
Alle dentalen Werkstoffe werden sorgfältig auf Verschleiß getestet. So auch die Kunststoffe. Durch Füllstoffe verstärkte Kunststoffe heißen in der Fachwelt „Komposite“ und enthalten Zusätze wie Glas oder Quarz. Häufig werden Komposite für im Mund gefertigte Füllungen oder Veneers verwendet. Versorgungen aus Kompositen sind ebenfalls zahnfarben. Sie sind günstiger als solche aus Keramik, allerdings weniger stabil.
Hinzu kommt, dass Kunststoffe sich mit der Zeit verfärben können. Vor allem starke Raucher und alle, die gerne Kaffee, Tee oder Rotwein trinken, sollten daher besonders gründlich die Zähne putzen. Sorgfältiges und professionelles Reinigen der Prothese ist ebenfalls wichtig. Zahnersatz aus Kompositen wird in der Regel gut vertragen. Für Allergiepatienten gibt es speziell gefertigte biokompatible Kunststoffe.

Metalle für Zahnersatz: bewährt und haltbar

Günstige Versorgung: Nicht-Edelmetalle, auch NEM-Legierungen genannt, werden verwendet, wenn sich Patienten vergleichsweise preiswerten Zahnersatz wünschen. Fehlt beispielsweise in einer geschlossenen Zahnreihe ein Zahn, sieht die sogenannte Regelversorgung eine Brücke aus einer Nichtedelmetall-Legierung vor. Je nachdem, an welcher Stelle der Zahn fehlt, übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten für eine zahnfarbene Verblendung im sichtbaren Bereich, beispielsweise aus Keramik oder Kunststoff. Nicht-Edelmetalle sind leichter und formstabiler als Edelmetalle und überwiegend auch gut verträglich.

Legierungen aus Edelmetallen gelten als besonders hochwertig. Gold-Legierungen bestehen üblicherweise zu mindestens 75 Massenprozent aus Gold. Deutsche Dentallabore verwenden nur hochkarätige und geprüfte Edelmetall-Legierungen, die sorgfältig verarbeitet werden müssen. So ist die Materialreinheit für alle Inhaltsstoffe gegeben und der Zahnersatz wird auch von Allergiepatienten gut vertragen. Bei Patienten mit Metallallergien oder Elektrosensibilität empfiehlt sich jedoch die Vollkeramik. Zahnersatz aus Edelmetallen und NEM-Legierungen wird häufig verblendet, um ein natürliches Aussehen zu erzielen. Ideal ist eine Verblendung aus Keramik, denn diese ist abriebfest, verfärbungssicher und biologisch hochverträglich. Zahnarzt und Zahntechniker sind also gefragt, gemeinsam mit dem Patienten die beste Lösung bei der Materialauswahl zu treffen.
Weiteres zu Dentalmaterialien, Zähnen und Zahnersatz finden Patienten auf den Internetseiten des KpZ www.zahnersatz-spezial.de und auf Facebook: www.facebook.com/perfekterZahnersatz.

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Worauf es bei Dentalmaterialien ankommt: Keramik sieht naturgetreu aus, Komposite müssen ...

Naturgetreu und schön. Körperverträglich. Lange haltbar. An Zähne und Zahnersatz richtet jeder ganz besondere Wünsche. „Das ist auch richtig so“, bestätigt das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ). „Die Materialien bleiben schließlich dauerhaft im Mund und beeinflussen beim Essen und Sprechen die Lebensqualität.“ Worauf Patienten bei der Wahl ihres Zahnersatzes achten können, wieso Zahnersatz aus Keramik von echten Zähnen fast nicht zu unterscheiden ist und welche Rolle Metalle und Kunststoffe spielen, erläutert KpZ-Experte Professor Jürgen Geis-Gerstorfer in diesem Beitrag. Von Vollkeramik bis Titan – welche Materialien wann verwendet werden, hängt von vielen Faktoren ab: vom Befund des Zahnarztes, vom Umfang der Versorgung, von den ästhetischen Ansprüchen und auch von den Kosten. „Zahnersatz wird zum Teil des Körpers. Und das über viele Jahre. Deshalb sollte jeder Patient seine Erwartungen klar formulieren, damit im Gespräch mit dem Zahnarzt die beste Lösung gefunden wird“, sagt Geis-Gerstorfer, der seit vielen Jahren Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des KpZ ist und an der Universität Tübingen die Sektion Medizinische Werkstoffkunde und Technologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde leitet. Auf eines können sich Patienten in jedem Fall verlassen: Materialien, die in deutschen Dentallaboren verwendet werden, sind alle CE- geprüft. Das bedeutet, die verwendeten Werkstoffe haben gesetzlich genau definierte Prüfungen durchlaufen. Entscheidend ist im Wesentlichen aber auch, dass sie im Meisterlabor fachgerecht verarbeitet werden.

Keramik: kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden

Geht es um Ästhetik, liegen moderne Vollkeramiken ganz vorne. Sie ahmen das natürliche Schimmern des Zahnschmelzes nach und sind von den eigenen Zähnen nur vom Fachmann zu unterscheiden. Gleichzeitig ist Vollkeramik biokompatibel, sie wird also vom Körper gut vertragen und ist auch für Allergiepatienten geeignet.
Besonders hochwertig ist die Zirkonoxid-Keramik. Ursprünglich in der Raumfahrtechnologie verwendet, hält Zirkonoxid heute auch starken Kaukräften im Mund stand: „Erprobte Fertigungsverfahren machen sie so stabil und belastbar, dass sie sogar nächtliches Zähneknirschen aushält. Deshalb ist sie auch für Kronen und kleinere Brücken im Backenzahnbereich verwendbar“, berichtet Professor Geis-Gerstorfer. Umfangreiche Tests bestätigen das. In den Laboren der Experten stehen dazu beispielsweise Kausimulatoren zur Verfügung, in denen eine Kaubewegung millionenfach nachgeahmt werden kann.
Pressedienst Zahnersatz aktuell – Ausgabe 12 / 2012 Kuratorium perfekter Zahnersatz – Alfred-Wegener-Str. 6 - 35039 Marburg - Dr. Karin Uphoff (verantwortlich) Tel.: 0 64 21 / 40 795 40 - Fax: 0 64 21 / 40 795 79 - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Kunststoffe: weniger stabil als Keramik
Alle dentalen Werkstoffe werden sorgfältig auf Verschleiß getestet. So auch die Kunststoffe. Durch Füllstoffe verstärkte Kunststoffe heißen in der Fachwelt „Komposite“ und enthalten Zusätze wie Glas oder Quarz. Häufig werden Komposite für im Mund gefertigte Füllungen oder Veneers verwendet. Versorgungen aus Kompositen sind ebenfalls zahnfarben. Sie sind günstiger als solche aus Keramik, allerdings weniger stabil.
Hinzu kommt, dass Kunststoffe sich mit der Zeit verfärben können. Vor allem starke Raucher und alle, die gerne Kaffee, Tee oder Rotwein trinken, sollten daher besonders gründlich die Zähne putzen. Sorgfältiges und professionelles Reinigen der Prothese ist ebenfalls wichtig. Zahnersatz aus Kompositen wird in der Regel gut vertragen. Für Allergiepatienten gibt es speziell gefertigte biokompatible Kunststoffe.

Metalle für Zahnersatz: bewährt und haltbar

Günstige Versorgung: Nicht-Edelmetalle, auch NEM-Legierungen genannt, werden verwendet, wenn sich Patienten vergleichsweise preiswerten Zahnersatz wünschen. Fehlt beispielsweise in einer geschlossenen Zahnreihe ein Zahn, sieht die sogenannte Regelversorgung eine Brücke aus einer Nichtedelmetall-Legierung vor. Je nachdem, an welcher Stelle der Zahn fehlt, übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten für eine zahnfarbene Verblendung im sichtbaren Bereich, beispielsweise aus Keramik oder Kunststoff. Nicht-Edelmetalle sind leichter und formstabiler als Edelmetalle und überwiegend auch gut verträglich.

Legierungen aus Edelmetallen gelten als besonders hochwertig. Gold-Legierungen bestehen üblicherweise zu mindestens 75 Massenprozent aus Gold. Deutsche Dentallabore verwenden nur hochkarätige und geprüfte Edelmetall-Legierungen, die sorgfältig verarbeitet werden müssen. So ist die Materialreinheit für alle Inhaltsstoffe gegeben und der Zahnersatz wird auch von Allergiepatienten gut vertragen. Bei Patienten mit Metallallergien oder Elektrosensibilität empfiehlt sich jedoch die Vollkeramik. Zahnersatz aus Edelmetallen und NEM-Legierungen wird häufig verblendet, um ein natürliches Aussehen zu erzielen. Ideal ist eine Verblendung aus Keramik, denn diese ist abriebfest, verfärbungssicher und biologisch hochverträglich. Zahnarzt und Zahntechniker sind also gefragt, gemeinsam mit dem Patienten die beste Lösung bei der Materialauswahl zu treffen.
Weiteres zu Dentalmaterialien, Zähnen und Zahnersatz finden Patienten auf den Internetseiten des KpZ www.zahnersatz-spezial.de und auf Facebook: www.facebook.com/perfekterZahnersatz.

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