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Herausragender Einsatz für die Schwachen: Ewald-Harndt-Medaille 2012 an Dr. Imke Kaschke und Dr. ...

Herausragender Einsatz für die Schwachen: Ewald-Harndt-Medaille 2012 an Dr. Imke Kaschke und Dr. Christoph Hils
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Manches eint die beiden Preisträger der Ewald-Harndt-Medaille der Zahnärztekammer Berlin im Jahr 2012, wie bei der Auszeichnung am 17. Februar 2012 im Rahmen des Berliner Zahnärztetages deutlich wurde: Laudator Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, schilderte nicht nur die fachliche Vita und das herausragende Engagement der beiden Preisträger, sondern betonte auch ein verbindendes Persönlichkeits-Merkmal, dass einem erfolgreichem Einsatz auf der unsicheren Bühne sozialen Engagements offenkundig sehr dienlich ist: ausreichend Beharrlichkeit, bis hin zu Hartnäckigkeit. Dass auch dies bisweilen nicht reicht, um erfolgreich widerspenstige dicke Bretter zu bohren mit dem Ziel, mehr Hilfe für die Schwachen in unserer Gesellschaft zu erreichen, wurde besonders in der Laudatio auf Dr. Imke Kaschke deutlich, die insbesondere für ihren herausragenden Einsatz zur Verbesserung der mundgesundheitlichen Situation von Erwachsenen mit Behinderungen in Pflegeeinrichtungen geehrt wurde:
„Es ist auch Ihrer unwiderstehlichen Art aus Offenheit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit, ihrer tiefen, glaubwürdigen und bewundernswerten Nächstenliebe – und ihrem bisweilen sympathisch wütenden Eintreten für hilfsbedürftige Menschen zuzuschreiben“, so Dr. Schmiedel, „dass wir damals vom Berliner Senat die Gelder erhielten, die so dringend von eben jenen Menschen benötigt wurden!“ Das Projekt selbst, das immer wieder von auslaufender finanzieller Unterstützung bedroht ist, hat nicht zuletzt bei zwei sehr erfolgreichen Parlamentarischen Abenden für positive Aufmerksamkeit der Bundespolitik gesorgt, die derzeit an einer gesicherten Finanzierung arbeitet. Das gesellschaftliche Engagement, besonders für alte und behinderte Menschen, hat auf dem zurückliegenden Neujahrsempfang der Bundeszahnärztekammer zu ausdrücklichem Lob der gesundheitspolitischen Repräsentanten aller Bundestagsfraktionen für den zahnärztlichen Berufsstand geführt. Dr. Kaschke MPH, bis 2011 über fünf Jahre stellvertretende Vorsitzende des Berliner Hilfswerks Zahnmedizin, hat viel publiziert zum Thema Zahnheilkunde, Behinderungen und Prävention und ist, nach ihrem erfolgreichen Abschluss des Studiengangs in Public Health, mittlerweile hauptamtliche Leiterin des Gesundheitsprogramms „Healthy Athletes“ bei „Special Olympics Deutschland.“
 
Diese Tätigkeit ist eine weitere Brücke, die die beiden diesjährigen Ewald-Harndt-Medaillen-Preisträger verbindet: Der Hildesheimer Zahnarzt Dr. Christoph Hils hat 2004 den Weg zu den „Special Olympics“ gefunden, wie Laudator Dr. Schmiedel berichtete, und ein eigenes Programm zur Verbesserung der Mundgesundheit der Akteure entwickelt. „Während es bei den Paralympics um Sportler mit körperlichen Behinderungen geht, ist ‚Special Olympics’ eine Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, gegründet 1968 in den USA von Eunice Kennedy-Shriver.“ Ziel der regionalen und nationalen Sommer- und Winterspiele mit ganzjährigem Sporttraining sind Zugangs- und Wahlmöglichkeiten mit Blick auf eine Vielzahl von Sportarten, und nicht zuletzt – bedingt durch die eindrucksvollen Wettbewerbe – eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dr. Hils hat die Konzeption und Organisation des Bereiches „Special Smiles“ übernommen und innerhalb der Special Olympics damit das Thema Förderung der Mundgesundheit fest etabliert. Dr. Schmiedels Resümee mit Blick auf die beiden aktuellen Preisträger: „Unsere Gesellschaft wäre ärmer, wenn es nicht solche Menschen wie unsere Kollegin Dr. Kaschke und unseren Kollegen Dr. Hils gäbe, die bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne des Wortes vorleben und andere zum Mithelfen anspornen! Es ist mir eine große Freude und Ehre, sie heute auszeichnen zu dürfen.“
 
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 21. Februar 2012 )
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Häufige Patientenfragen zu Zahnersatz und Zahntechnik

Seit mehr als 20 Jahren informiert das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) die Öffentlichkeit neutral und umfassend über die Themen Zahnersatz und Zahntechnik aus Deutschland. Einen Schwerpunkt des Angebots bildet die Beantwortung von Anfragen der Bevölkerung.

Ob eine  Zahnbehandlung ansteht, man Probleme mit einer Versorgung hat oder sich über Dentalmaterialien informieren möchte: Patienten haben die Möglichkeit, beim KpZ schriftlich oder über die telefonische Hotline eine unabhängige Expertenmeinung einzuholen. Die Fragen werden von den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats beantwortet. Dieser Beirat des KpZ setzt sich aus Hochschulprofessoren und Zahntechnikermeistern zusammen.

Viele der aktuellen Anfragen drehen sich um das Trendthema Zahn-Implantate. Patienten möchten beispielsweise wissen, wie verträglich die künstlichen Zahnwurzeln sind oder ob Implantate in ihrem Fall eine geeignete Versorgung sein könnten. Auch Fragen zum Thema Zahnersatzmaterialien gehen häufig beim Kuratorium ein: Wie verträglich sind bestimmte Materialien? Wie lange ist eine Versorgung aus einem bestimmten Material haltbar?

Die Antworten des wissenschaftlichen Beirats können bei der Entscheidungsfindung unterstützen und dabei helfen, die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten mit Zahnersatz besser zu verstehen. Hierzu tragen auch das Patienten-Portal www.zahnersatz-spezial.de und die Broschüre "Zahnersatz aktuell - Versorgungen im Vergleich" bei. Das persönliche Gespräch mit dem behandelnden Zahnarzt ersetzen sie jedoch nicht, denn nur dieser kennt die individuelle Situation seines Patienten ganz genau. Die Entscheidung für eine konkrete Versorgung sollten Patienten daher immer gemeinsam mit ihrem Zahnarzt treffen.

Eigene Frage beim KpZ einreichen - bequem im Internet

"Um Patienten eine komfortable Möglichkeit zu bieten, die eigene Frage und zugehörige Unterlagen - beispielsweise den Heil- und Kostenplan - einzureichen, haben wir auf den Internetseiten des KpZ ein ausführliches Kontaktformular eingerichtet. Dort können sie ihre Frage detailliert eingeben und die entsprechenden Dateien anfügen. Diese werden dann an den wissenschaftlichen Beirat übermittelt", erläutert Professor Hans-Christoph Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums. Häufig seien es kleinere Verständnisschwierigkeiten oder Fragen, die Patienten im Gespräch mit ihrem Zahnarzt nicht klären konnten. Schließlich gibt es bei jedem Patientenfall immer mehrere Versorgungsmöglichkeiten mit Zahnersatz. Alles auf Anhieb zu verstehen und für sich zu bewerten ist eine Herausforderung für jeden Laien.

Weitere Informationen zum Kuratorium perfekter Zahnersatz und ein Interview mit dem ehemaligen wissenschaftlichen Leiter, Professor Klaus M. Lehmann, finden Interessierte unter www.zahnersatz-spezial.de

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Dentista-Projekt „La Ola für die Prävention“: Thema 2012: „Mund zu, bitte!“

Es sind oft die kleinen Dinge, die Großes bewegen können, wenn sich viele zusammentun: Das ist der Grundgedanke hinter dem Projekt „La Ola für die Prävention“ des Dentista Clubs, der seit 2012 in Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften und Verbänden in jedem Jahr ein kleines Steinchen ins Rollen bringt und eine – so das Ziel – nachhaltige Welle aus den Praxen in die Öffentlichkeit branden lässt.
Für das Jahr 2012 hat der Dentista Club die gemeinnützige Initiative Kiefergesundheit/IKG als Projekt-Partner ausgewählt – und das Thema „Mund zu“. Studien zeigen, dass immer mehr Kinder heute motorisch deutliche Defizite haben. Das betrifft auch den Mund – und hier nicht nur das mangelhafte Zähneputzen

„Wir sehen immer wieder Kinder, bei denen aus reiner Angewohnheit der Mund ständig offen steht“, sagt Dr. Gundi Mindermann, stellvertretende Vorsitzende der IKG. Die vielfältigen Folgen sind der Fachwelt bekannt (beispielsweise ausgetrockneter Mund, Karies, Veränderungen im Kieferwachstum, Atemwegserkrankungen) – nicht aber den Eltern und ihren Kindern. „Wir begrüßen diese Initiative des Dentista Clubs, dass wir alle in den Praxen in diesem Jahr eine starke Welle an Aufmerksamkeit auf dieses Habit auslösen und uns gegenseitig verstärken: Unabhängig davon, aus welchem Grund ein Kind in die Praxis kommt, und sei es als Begleitung, können wir hier ein Signal setzen.“
 
Der Dentista Club hat in Zusammenarbeit mit der IKG einen bewusst kurzen und sehr einfach gehaltenen Info-Baustein entwickelt, den die Praxen mit ihrem Praxisstempel versehen an ihre Patienten und Begleitkinder abgeben können. Der Info-Baustein kann kostenfrei heruntergeladen werden unter www.dentista-club.de / Bereich Presse und unter www.ikg-online.de im Bereich Shop.
 
Den Akteuren ist durchaus bewusst, dass es viele weitere und große Probleme im Bereich der KinderMundGesundheit gibt, oft sind es solche, die letztlich auch zum Praxisbesuch führen. „Kaum ein Kind aber wird von seinen Eltern in die Praxis gebracht, weil es einen ständig offenen Mund hat“, sagt Dr. Susanne Fath, Präsidentin des Dentista Clubs. „Wir wollen mit unserer La-Ola-Aktion in jedem Jahr auf ein solches Begleit-Thema aufmerksam machen und die Kollegenschaft, aber auch die Öffentlichkeit zum Mitmachen erreichen.“ Der ‚offene Mund’ biete sich an als sichtbarer Aufhänger für grundsätzliche Gespräche zu Zahn- und Kiefergesundheit: „Einen offenen Mund sieht man auch als Laie auf Anhieb – wenig geputzte oder zerstörte Zähne sehen oft nur wir Fachleute. Wir hoffen, mit dem Thema 2012 den Kindern, den Eltern und den Praxen eine kleine Hilfestellung zu geben, frühzeitig aktiv zu werden.“ Mitmachen kostet nichts außer: Hinschauen. Und ein bisschen Druckertinte für den Info-Baustein. Für eine detaillierte Beratung ist er nicht gedacht – aber als Anregung, eine solche zu vereinbaren.

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Studie belegt Zusammenhang zwischen Parodontitis (Parodontose) und Alzheimer-Erkrankung

Forscher der zahnmedizinischen Fakultät der New York University (NYU) haben die ersten Langzeit-Beweise dafür entdeckt, dass Parodontitis das Risiko für kognitive Dysfunktion in Verbindung mit Morbus Alzheimer -sowohl bei gesunden Personen als auch bei denjenigen, die bereits Schädigungen aufwiesen- erhöhte. Die NYU Studie liefert damit neue Beweise, dass Entzündungen des Zahnfleisches und Zahnhalteapparats (Parodontitis) Entzündungsprozesse des Gehirngewebes, Neurodegeneration und Alzheimer-Krankheit begünstigen.

Das Forscherteam, von Angela Kamer, DMD, MS, PhD, Assistant Professor für Parodontologie und Implantologie, überprüfte Daten aus über 20 Jahren, die die Hypothese eines möglichen kausalen Zusammenhangs zwischen Parodontitis und Alzheimer-Krankheit untermauern könnten. "Die Forschung legt nahe, dass geistig fitte Patienten mit parodontalen Entzündungen einem erhöhten Risiko des Verlusts kognitiver Fähigkeiten im Vergleich zu vergleichbaren Probanden mit geringen oder gar keinen parodontalen Entzündung ausgesetzt sind", sagte Kamer.

Kamer baut ihre Untersuchungen auf Erkenntnissen aus einer Studie im Jahr 2008 auf, die zeigte, dass Patienten mit Alzheimer-Krankheit im Vergleich zu gesunden Menschen eine signifikant höhere Konzentration von Parodontitis-assoziierten-Antikörpern und inflammatorischen Molekülen in ihrem Blut aufwiesen. Die neuen Erkenntnisse basieren auf einer Analyse von Daten zur parodontalen Entzündungen und kognitive Funktionen bei 152 Probanden in der sogenannten Glostrop Aging Study, die Daten zur medizinischen, psychologischen, und oralen Gesundheit sowie soziale Daten bei dänischen Männern und Frauen erfasste. Sie überprüfte die Daten über einen 20-jährigen Zeitraum bis 1984, bis die Probanden alle 70 Jahre alt waren.

Das Kamer-Team verglich kognitive Funktion im Alter von 50 und 70 mit Hilfe des Zahlen-Symbol-Test (DST), der für Standard-Messung von Erwachsenen IQ mit herangezogen wird. Der DST beurteilt, wie schnell Probanden eine Reihe von Ziffern, wie 2, 3, 4 zu einer entsprechende Liste der Ziffer-Symbol-Paaren, wie z. B. 1 / -, 2 / ┴ ... 7 /, 8 / X, 9 /=, zuordnen konnten.

Kamer stellte fest, dass parodontale Entzündung stark mit schlechten Ergebnissen im DST  im Alter von 70 Jahren assoziiert waren. Patienten mit parodontalen Entzündung waren  im Vergleich zu Probanden mit wenig oder gar keine parodontalen Entzündung neun Mal häufiger im unteren Bereich der DST-Ergebnislisten zu finden.Dieser enge Zusammenhang bestätigte sich auch bei Probanden mit schwachen DST-Ergebnissen, selbst nach Ausschluss von Parodontitis-unabhängigen Risikofaktoren wie Adipositas, Rauchen und Zahnverlust. Ebenso wenn man bereits niedrige DST-Punktzahlen im Alter von 50 Jahren berückschtigte.

Kamer plant nun eine Follow-up-Studie, um eine größere, ethnisch vielfältigen Gruppe von Probanden eingehender zu untersuchen, und den Zusammenhang zwischen Parodontitis und Abbau kognitiver gehirnleistungen genauer zu durchleuchten.
J Mich Dent Assoc. 2010 Oct;92(10):24.

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Beim Zahnersatz sparen: Was bringt die Zusatzversicherung?

Ein Markt, der boomt: Wenn Zahnersatz und Zahnimplantate immer teurer, das Sparen immer schwieriger wird, profitieren die sogenannten Zahnzusatzversicherungen. Die „dentale Vorsorge“ avanciert zum wichtigen Faktor beim vielzitierten Zahnersatzsparen und beschäftigt damit tausende Patienten, die sich auf diesem Wege bezahlbare neue Zähne sichern wollen, ohne an der Qualität sparen zu müssen. Was leisten die Zusatzversicherungen wirklich, welche Rolle nehmen sie im heutigen Gesundheitssystem ein? Und: Worauf sollte man beim Abschluss einer Police unbedingt achten?

Beim Zahnersatz – erst Recht, wenn es hochwertige Zahnimplantate sein sollen oder müssen – reicht die Absicherung durch die gesetzlichen oder privaten Krankenkassen häufig nicht aus. Seit 2005 leisten diese nur noch einen Fixbeitrag zur Regelversorgung, also zur zahnmedizinisch absolut notwendigen Versorgung mit Zahnprothesen, Brücken oder Kronen. Alles, was darüberhinaus geht, muss der Patient wohl oder übel aus der eigenen Tasche bezahlen, was Eigenanteilen von mindestens 50 Prozent entspricht und leicht in die tausende Euro gehen kann. Etwas also, das sich vor allem ältere Menschen im Rentenalter, die naturgemäß überproportional oft von Zahnverlust und der Notwendigkeit des Zahnersatz betroffen sind, aber auch viele andere Menschen nicht „mal eben so“ leisten können.

Wirksames Zahnersatzsparen dank Zusatzversicherung?

Natürlich gibt es viele Wege zum Zahnersatzsparen, doch diese gehen nicht selten mit einem erheblichen Qualitätsverlust einher, den sich viele Leute gerade in Sachen Gesundheit nicht erlauben wollen. Hier setzt das Modell der Zahnzusatzversicherungen an, von denen in den letzten Jahren unzählige auf den Markt gekommen sind und für eine inzwischen fast schon unüberschaubare Flut von Angeboten, Beiträgen und Tarifen gesorgt haben. Dennoch werden sie von einer Mehrheit der Patienten als unabdingbare Ergänzung der Gesundheitsvorsorge gesehen, für die sie gerne bereit sind, ein wenig zu investieren – solange nur die gefürchtete Rechnung nach dem Einsetzen von Zahnersatz und Zahnimplantaten ausbleibt. Beim Zahnersatz sparen tut Not, von allein jedoch geschieht dies nicht.

Für alle Fälle des Zahnersatz gewappnet sein

Die Extraversicherung nimmt den Patienten im Fall der Fälle, dass Zahnersatz notwendig wird, tatsächlich einiges ab. Experten raten jedoch dazu, vor dem Abschluss einer Versicherungspolice genau in den Blick zu nehmen, in welchen Fällen die Versicherung dann tatsächlich zahlt und in welchem Umfang. Gehört die Versorgung durch Zahnimplantate zum Leistungsumfang? Wie steht des mit Zahnersatz aus dem Ausland? Das Lesen des Kleingedruckten also und das Vergleichen mehrerer Versicherer – absolut unerlässlich.

Auch mit Beitragsanpassungen muss – wie bei jeder anderen Versicherung – immer gerechnet werden, denn Preissteigerungen auf dem Gebiet des Zahnersatz spiegeln sich natürlich exakt wieder. So ist im neuen Jahr 2012 wohl mit steigenden Beiträgen zu rechnen, da die Gebührenordnung für Zahnärzte novelliert wurde, was einige Mehrkosten für die Patienten und damit die Zusatzversicherungen bedeutet.
Wird dies alles beachtet, stellen die Zusatzversicherungen ein wirksames Instrument zum Zahnersatzsparen dar – Zahnersatz und sogar teure Zahnimplantate können getrost kommen.

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Studierende der Zahnmedizin absolvieren Implantat-Curriculum der DGI an der Universität Göttingen

Im Universitätsklinikum Göttingen haben 34 Studierende der Zahnmedizin mit Erfolg ein neu konzipiertes Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Implantologie absolviert. Das entspricht 90 Prozent ihres Uni-Jahrgangs. Über zwei Semester hörten die angehenden Zahnärzte am Zentrum Zahn- und Kieferheilkunde der Georg-August-Universität Vorlesungen, übten Eingriffe am Unterkiefermodell und sahen bei Operationen zu. Nach dem Studium werden ihnen nun die ersten vier der insgesamt neun Wochenendkurse des DGI-APW Curriculums Implantologie erlassen.

„Der Trend geht eindeutig in Richtung Implantate. Deshalb finde ich es wichtig, dass wir Studenten darüber frühzeitig etwas lernen. Dieses Wissen ist auch für diejenigen Zahnärzte wichtig, die später selbst nicht implantieren wollen“, meint cand. med. dent. Marcel Gründel (27). An der Implantologie geht daher in der Zahnmedizin kein Weg mehr vorbei. Um so größer ist bei den Studierenden der Wunsch, sich in diesem Bereich fit zu machen. Im Studium kommt das Thema aber kaum vor. „Wir lernen nur die Basics“, bedauert cand. med. dent. Niklas Strecker (26). Entsprechend groß war die Resonanz auf das Angebot des neu konzipierten DGI-Curriculums für Studenten.
In der heute geltenden Approbationsordnung spielt die Implantologie nur eine untergeordnete Rolle, bestätigt Prof. Dr. Henning Schliephake, Direktor der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Er sagt: „In der Lehre fehlt uns die Zeit für dieses Thema.“ Damit sich interessierte Studenten außerhalb des Pflichtprogramms freiwillig fortbilden können, hat er zusammen mit dem DGI-Vizepräsidenten Dr. Gerhard Iglhaut aus Memmingen den Stoff der ersten vier Wochenendkurse des DGI-APW Curriculums Implantologie für Studenten neu aufbereitet. Jeweils vier Dozenten in den Bereichen Chirurgie, Prothetik und Parodontologie vermittelten das Wissen.
Es gab während der zwei Semester jeweils einmal in der Woche nach einem langen Uni-Tag abends eine zweistündige Vorlesung. Da war Durchhaltevermögen gefragt. Iglhaut, der seit 25 Jahren als niedergelassener Zahnarzt in Memmingen tätig ist, betont: „Wir wollen den Studenten die Komplexität des Themas bewusst machen.“ Und Professor Schliephake ergänzt: „Implantologie ist mehr als Dübeln.“
Neben der Theorie erhielten die angehenden Zahnärzte auch einen Einblick in die Praxis. Jeder sah gleich bei mehreren Operationen zu. Hinzu kamen praktische Übungen an einem künstlichen Unterkiefer, an dem geschnitten und genährt werden kann. Dort durften die Studenten selbst Implantate verschiedener Hersteller setzen. „Das Wissen um die unterschiedlichen Systeme ist später im Berufsleben bei der Auswahl hilfreich“, betont Professor Schliephake.
Die praktischen Anteile sind bei den Studenten sehr gut angekommen. „Wir Zahnärzte sind Praktiker“, erklärt cand. med. dent. Thomas Lautenschläger (26). Er wolle selbst Hand anlegen und die verschiedenen Systeme ausprobieren. Das komme ihm auch bei seiner Dissertation zu gute, die er über ein Implantologie-Thema schreiben will.
Kurse wie den in Göttingen gibt es derzeit an insgesamt 15 deutschen Universitäten, weiß Iglhaut. Nirgends sei aber bisher ein derart umfassendes Curriculum angeboten worden. Sonst erlasse die DGI Absolventen „nur“ ein bis zwei Wochenendmodule. In Göttingen seien es erstmals vier. Da sich die Kosten pro Wochenende auf 600 bis 700 Euro beliefen, sparten die Studenten richtig Geld. „Wir betreiben hier Nachwuchsarbeit“, erläutert Professor Schliephake. Iglhaut nutzte denn auch bei der Übergabe der Zertifikate die Gelegenheit, die Studenten über die DGI zu informieren. Mit 7500 Mitgliedern sei sie eine starke Gemeinschaft.

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Brustimplantatskandal lässt auch über andere Medizinprodukte nachdenken.

Brustimplantatskandal lässt auch über andere Medizinprodukte nachdenken.
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Einen stärkeren Qualitäts- statt Preisfokus hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) im Zusammenhang mit den Vorfällen um Brustimplantate des französischen Herstellers PIP gefordert. "Wir brauchen eine Diskussion darüber, wie wir eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten sicherstellen können. Das ist eine gemeinsame Verantwortung. Ärzte und Kliniken sind dabei ebenso in der Verantwortung wie die Hersteller und die Kostenträger. Ein reiner Preisfokus führt zu Qualitätseinbußen und Gefahren für die Patienten", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Den Forderungen nach einer Änderung des Marktzugangs von Medzinprodukten, wie von der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen erhoben, erteilte Schmitt eine klare Absage. "Kriminelle Energie wie im Fall der Firma PIP kann kein Zulassungssystem unterbinden. Da schafft auch ein Register keine direkte Abhilfe." Die europäischen Regelungen zum Marktzugang für Medizinprodukte haben sich grundsätzlich bewährt. Die Schwächen einer einheitlichen Qualität und Überwachung der Benannten Stellen müssten dagegen behoben werden.

In Deutschland gibt es seit 1995 mit dem Medizinproduktegesetz sehr hohe rechtliche Anforderungen an die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Medizinprodukten, die mit denen der Arzneimittelzulassung vergleichbar sind (siehe Veröffentlichung des Bundesgesundheitsministeriums unter www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/M/Medizinprodukte/Poster_Medizinprodukte_111124.pdf ). Für jedes Medizinprodukt wird im Rahmen der CE-Kennzeichnung eine gesonderte Risikoanalyse und eine klinische Bewertung durchgeführt. Das Gesetz fordert vom Hersteller einen schriftlich dokumentierten validen Nachweis der Sicherheit und der medizinisch-technischen Leistungsfähigkeit seiner Produkte, der durch staatlich akkreditierte, externe Auditier- und Zertifizierstellen und durch Behörden geprüft und überwacht wird. Bei Produkten mit erhöhtem Risiko muss zudem eine klinische Prüfung vorgenommen werden. Die klinische Prüfung von Medizinprodukten ist der klinischen Prüfung von Arzneimitteln nachgebildet und unterliegt gleichen strengen Voraussetzungen, so auch einem Bewertungsverfahren durch eine Ethikkommission und einem Genehmigungsverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 8. Februar 2012 )
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Frauen gehen wesentlich häufiger zur Zahnarzt-Kontrolle

Einmal im Jahr sollte der Zahnarzt für eine Untersuchung  und das  sogenannten Bonus-Heft aufgesucht werden. Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach in Verbindung mit dem Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) belegt nun, dass den Deutschen die  Zahnvorsorge wichtig ist, aber die Männer dabei eher Muffel sind.

Aus der Umfrage ist ersichtlich, dass die Mehrheit der gesetzlichen Krankenversicherten interessiert ist, das Bonusheft kontnuierlich zu füllen, wobei Frauen es wesentlich genauer nehmen als  Männer. Fast drei Viertel der Frauen, aber nur etwas mehr als die Hälfte der Männer pflegen ihr Bounusheft. Auch die staatliche Gesetzlich Krankenversicherte mit  einer höheren Schulbildung  legen sehr viel mehr Wert auf eine regelmässige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt als Menschen mit niedrigeren Abschlüssen. Mindestens ein Fünftel der Befragten gaben an, dass sie überhaupt keinen Wert auf das Führen eines Bonushefts legten, obwohl sich dadurch die Zuschüsse der  Krankenversicherung für Zahnersatz um bis zu dreißig Prozent steigern lassen.

bei der Umfrage wurden im April und Mai 2011 insgesamt 1788 Erwachsene befragt. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, sieht noch Luft nach oben. Zwar müssten vor allem Männer bei der Vorsorge "zu den Frauen aufschließen". Gerade in den bildungsschwachen Bevölkerungsgruppen, wo das Morbiditätsrisiko besonders  hoch sei, müsse das Thema Vorsorge stärker besetzt werdenBonusheft stärker genutzt werden.

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeskammer der Zahnärzte, wertete, dass es erfreulich sei, dass der regelmäßige Kontrollbesuch in der Zahnarztpraxis für die Mehrheit zur Routine geworden ist. Nur etwa ein Sechstel der Patienten erscheinen erst bei akuten Beschwerden beim Zahnarzt. Dies zeigt die Bedeutung der Vorsorge für die Patienten.

Insgesamt hat sich das steigende Vorsorgebewusstsein längst ausgezahlt. Die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland hat sich in den letzten zwanzig Jahren massiv verbessert. Bei Kindern und Jugendlichen im internationalen Vergleich erreicht Deutschland jetzt eine Top-Position.

Die Vorsorge-Untersuchung wird einmal im Halbjahr auch ohne Praxisgebühr (kostenfrei) von der gesetzlichen Krankenversicherung und den Zahnärzten angeboten. Als Nachweis dafür dient der (mindestens jährliche) Stempel im Bonusheft. ist Zahnersatz notwendig, steigern sich die Festzuschüsse der Krankenkassen um 20% nach 5 Jahren und 30% nach 10 Jahren bei "vollem Bonusheft".

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Es geht beides: Qualität sichern und Patientendaten schützen

Es geht beides: Qualität sichern und Patientendaten schützen
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Zu den kritischen Behauptungen, die Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss heute über den abgestimmten Entwurf von Zahnärzteschaft und Krankenkassen für eine Richtlinie zur Qualitätssicherung in der zahnärztlichen Versorgung gemacht haben, erklärt der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz:
„Das Sozialgesetzbuch V scheibt in Paragraph 299 zwingend vor, dass bei Richtlinien des G-BA eine Pseudonymisierung von Patientendaten gewährleistet sein muss. Der Entwurf der Qualitätssicherungsrichtlinie, den Zahnärzte und Kassen vorgelegt haben, hält sich an diese Rechtsnorm. Die Richtlinie erstreckt sich nur auf die zahnärztliche, nicht aber auf die ambulante oder stationäre ärztliche Versorgung.
Patienten haben ein Recht darauf, dass ihre sensiblen Gesundheitsdaten geschützt werden und nicht frei zugänglich sind. Die Pseudonymisierung von Patientendaten auch im Bereich der Qualitätssicherung dient dem Schutz der Patienten und ihrer Rechte. Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz ist daher folgerichtig auch eine Beteiligung der Datenschutzbeauftragten an der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung eingeführt worden.
Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung der Behandlungsqualität in der zahnärztlichen Versorgung sind auch mit pseudonymisierten Patientendaten möglich. Zahnarztpraxen müssen dazu keine personenbezogenen Patientendaten weitergeben. Umso befremdlicher ist es daher, wenn ausgerechnet Patientenvertreter im G-BA den Schutz sensibler Patientendaten ohne Not infrage stellen.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Januar 2012 )
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Pflanzenöl oder Mineralöl in Zahnpasta verbessert die Wirkung gegen Karies und Parodontitis

Pflanzenöl oder Mineralöl in Zahnpasta verbessert die Wirkung gegen Karies und Parodontitis
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Als Hausmittel gilt es schon lange als bewährt: das "Öl-Ziehen" als Heilmittel gegen Entzündungen, Karies und Parodontose. Nun konnte erstmals in einer wissenschaftlichen Untersuchung an einer Universität der antibakterielle Effekt von Pflanzen- und Mineralölen in der Mundhöhle nachgewiesen werden. Untersucht wurde die Wirkung von Paranuß-Öl und Vaseline-Öl als Additiv zu normal erhältlichen Zahncremes auf die Auflösung von oralen Biofilmen und dem damit verbundenen Mundhygieneindex.

Bioflime sind organisierte Bakterienkolonien, die auf Zahn- und Wurzeloberflächen stark anhaften und als Verursacher von Karies und Parodontitis (Parodontose) gelten. Trotz Einsatz von Zahnbürsten und Mundsüllösungen zeigen sich orale Biofilme als sehr resistent gegenüber Entfernungsversuchen.
In der vorliegenden Studie wurde nachgewisesen, dass beide Öl-Additive den Mundhygieneindex nach 90 Tagen signifikant verbesserten. Die Verwendung von Ölen als Zusatzstoffe zu handelsüblichen Zahnpasten, so schlussfolgerten die Autoren, wäre somit geeignet,  sowohl die Prophylaxe als auch die Therapie von Karies und

(Parodontose) nachhaltig zu unterstüzen. Ein vergleichbarer Effekt dürfte auch für die Periimplantitis zu erwarten sein.

Quelle:
Filogônio Cde F, Soares RV, Horta MC, Penido CV, Cruz Rde A
Departamento de Odontologia, Pontifícia Universidade Católica de Minas Gerais, Belo Horizonte, MG, Brazil.
Effect of vegetable oil (Brazil nut oil) and mineral oil (liquid petrolatum) on dental biofilm control.
Braz Oral Res. 2011 Dec ; 25(6): 556-61.

zum Abstract Die Bedeutung von Pflanzenöl (Paranuß-Öl) und Mineralöl (Vaselineöl) auf die Reduktion oraler Biofilme.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. Januar 2012 )
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